Regionalnachrichten

Niedersachsen & Bremen Streckenradar hat mehr als 1000 Temposünder erfasst

In der Region Hannover steht ein Streckenradar der Firma Traffipax. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild

(Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild)

Hannover (dpa/lni) - Das bundesweit erste Streckenradar zur Geschwindigkeitskontrolle südlich von Hannover hat seit dem Start des Pilotbetriebs bereits mehr als 1000 Verstöße erfasst. Das teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Donnerstag mit. Von Mitte November bis Ende Juni seien insgesamt 1065 Geschwindigkeitsverstöße von Section Control angezeigt worden. In 194 Fällen wurden Bußgelder verhängt, in 152 Fällen kamen Punkte für die Fahrer dazu - 17 von ihnen bekamen zusätzlich ein einmonatiges Fahrverbot. Ein Mann fuhr statt der erlaubten 100 Kilometer pro Stunde durchschnittlich 160.

"Die bisherigen Ergebnisse und Beobachtungen in Bezug sowohl auf das Fahrverhalten als auch auf das Unfallgeschehen zeigen ein deutliches Plus an Verkehrssicherheit", sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD). "Auf dem Abschnitt der Messstrecke hat es zudem seit dem Aufbau der Anlage keine schwerwiegenden Unfälle mehr gegeben, was ein weiterer Hinweis für die positive Wirkung von Section Control ist". Rasen sei weiterhin die Todesursache Nummer Eins im Straßenverkehr, betonte Pistorius.

Die Anlage an der Bundesstraße 6 bei Laatzen misst das Tempo nicht an einer einzelnen Stelle, sondern ermittelt die durchschnittliche Geschwindigkeit auf einer rund 2,2 Kilometer langen Strecke. Dafür werden kurzfristig alle Kennzeichen erfasst. Das System war im vergangenen Jahr zeitweise abgeschaltet worden. Ein Anwalt hatte datenschutzrechtliche Bedenken angemeldet. Die Anlage ging wieder in Betrieb, als das niedersächsische Oberverwaltungsgericht die Klage im November abwies.

Newsticker