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Niedersachsen & Bremen Studie: Jeder siebte Bewerber findet keinen Ausbildungsplatz

(Foto: Martin Schutt/zb/dpa)

Göttingen (dpa/lni) - Obwohl es zahlreiche freie Ausbildungsplätze gibt, finden in Niedersachsen rund 15 Prozent der Bewerber keinen Ausbildungsplatz. Das ist das Ergebnis einer von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichten Studie der Universität und des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen. Ein Grund dafür seien sogenannte Passungsprobleme, schreiben die Wissenschaftler. Die Zahl der unvermittelten Bewerber sei zwar von rund 13 600 im Jahr 2009 auf knapp 10 000 im Jahr 2018 gesunken. Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen habe sich gleichzeitig fast verdreifacht. Sie lag im Jahr 2018 bei rund 3750.

Von Passungsproblemen spreche man, wenn Betriebe Ausbildungsplätze nicht besetzen können und gleichzeitig Jugendliche keinen Ausbildungsplatz finden. Hauptgrund sei, dass Bewerber Betriebe für ungeeignet oder unattraktiv halten. Viele wünschten sich die Ausbildung in einem Großbetrieb. Offene Stellen gebe es oft aber nur in kleinen Firmen. Davon seien in Niedersachsen vor allem kaufmännische oder Verkaufsberufe sowie Berufe im Ernährungshandwerk und in der Baubranche betroffen.

Bei einem Viertel der unbesetzten Stellen bestehe das Problem darin, dass die Berufswünsche der Jugendliche und die Ausbildungsstellen nicht zusammenpassen. Dies betreffe unter anderem die Hotel- und Gaststättenberufe. Schließlich blieben Ausbildungsplätze unbesetzt, weil sich Betriebe in anderen Regionen befinden als die Bewerber. Die Forscher raten angesichts des Fachkräftemangels dazu, in Regionen, in denen viel Bewerber leer ausgingen, öffentlich geförderte Ausbildungsplätze einzurichten.

In Bremen ist die Lage nicht viel anders als in Niedersachsen. Nach Angaben der Forscher gibt es auch in der Hansestadt Passungsprobleme. Im Jahr 2018 wurden knapp 900 unvermittelte Jugendliche gezählt. Zugleich gab es rund 350 offene Stellen. Zudem gebe es rein rechnerisch kein ausreichendes Angebot an Ausbildungsplätzen. Auf 100 Bewerber kamen 92 Stellen.

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