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Niedersachsen & Bremen Tagesvater soll Einjährigen fast zu Tode misshandelt haben

Die Statue Justizia ist zu sehen. Foto: Peter Steffen/Archivbild

(Foto: Peter Steffen/dpa)

Hannover (dpa/lni) - Weil er einen von ihm betreuten kleinen Jungen fast zu Tode misshandelt haben soll, muss sich ein Tagesvater seit Dienstag vor dem Landgericht Hannover verantworten. Dem 31-Jährigen wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Er soll im März 2017 das 13 Monate alte Kind in Hannover entweder durch heftiges Schütteln oder durch einen Schlag an den Kopf lebensbedrohlich verletzt haben. Der Junge ist körperlich und geistig stark beeinträchtigt. Der Angeklagte habe zum Prozessauftakt die Tat bestritten und gesagt, er könne sich die Verletzungen des Kindes nicht erklären, sagte ein Gerichtssprecher nach der Verhandlung. Der aus Ungarn stammende 31-Jährige hatte laut Gericht eine Qualifizierungsmaßnahme absolviert und war als Tagesvater offiziell zugelassen.

Für den Prozess sind noch zwei Termine angesetzt. Nach dieser Planung könnten am Mittwoch (22.05.) die Plädoyers gehalten und in einer Woche (29.05.) das Urteil gesprochen werden. (Az.: 39 Ks 11/18)

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