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Niedersachsen & Bremen Tod von Zehnjährigem: Anklage wegen fahrlässiger Tötung

Eine Figur der blinden Justitia.

(Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild)

Verden/Wolfsburg (dpa/lni) - Knapp drei Jahre nach dem Unfalltod eines zehn Jahre alten Jungen bei einem Klassenausflug im Kreis Diepholz könnte es doch noch zu einem Prozess kommen. "Die Nachermittlungen wurden abgeschlossen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden am Mittwoch. Es sei Anklage gegen den Leiter des Waldpädagogikzentrums Schwaförden erhoben worden. Den Ermittlungen zufolge hatte er die Verkehrsaufsicht über das Gelände und dabei die Sorgfaltspflicht verletzt.

Im Juni 2019 war das Kind aus Wolfsburg unter eine Lore gekommen, die auf dem Gelände des Waldpädagogikzentrums stand. Der Zehnjährige war beim Spielen von der Eisenbahn-Lore überrollt worden. Er starb noch an der Unglücksstelle. Die Klassenfahrt wurde abgebrochen. Kinder, Lehrer und Personal des Waldpädagogikzentrums standen unter Schock und mussten betreut werden. Über die neue Entwicklung in dem Fall hatte zunächst die "Braunschweiger Zeitung" (Mittwoch) berichtet.

Die Anklage wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen sei zum Schöffengericht in Sulingen erhoben worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Nach einem TÜV-Gutachten war die Lore nicht zum Spielen bestimmt und geeignet, hieß es. Das Gericht habe nun über eine mögliche Eröffnung des Verfahrens zu entscheiden, sagte der Behördensprecher und betonte die geltende Unschuldsvermutung.

Quelle: dpa

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