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Niedersachsen & Bremen Trabis und Dankesbriefe: Erinnerungen eines Pannenhelfers

Manfred Klein, ehemaliger Pannenhelfer, betrachtet alte Zeitungsausschnitte und Briefe. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild

(Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild)

Mariental (dpa/lni) - Für ADAC-Pannenhelfer Manfred Klein waren die Wochen nach dem Mauerfall besonders spannend: Rund um den Grenzübergang Helmstedt hat er tagelang Trabis und Wartburgs abgeschleppt. Viele Autos waren überhitzt oder überladen, wie der 64-Jährige erzählt: "Jeder wollte mit, nicht jeder hatte ein Auto. Dann haben die da fünf Mann in den Trabant reingepackt und sind rübergefahren."

In seiner Werkstatt in Mariental habe das zu kuriosen Szenen geführt: Viele Menschen hätten in ihren Fahrzeugen geschlafen, teils hätten sie sich kleine Öfen gebaut, um der November-Kälte zu trotzen. Und auch bei der Reparatur legten viele DDR-Bürger selbst Hand an. Da viele nur Ostgeld hatten, besorgte Klein die nötigen Teile - und bekam sie anschließend wieder geschickt. Viele legten auch noch Dankesbriefe dazu, Klein hat noch einen ganzen Ordner davon: "Das hat es danach nie wieder gegeben."

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