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Niedersachsen & Bremen Trotz 90 Cyberattacken: Behörden sehen sich "gut geschützt"

Eine Rot beleuchtete Tastatur steht vor einem Bildschirm auf dem fiktive Hackersoftware aufleuchtet. Foto: Lino Mirgeler/Archiv

(Foto: Lino Mirgeler/dpa)

Neustadt (dpa/lni) - Cyberangriffe auf niedersächsische Behörden wie kürzlich auf die Stadtverwaltung in Neustadt am Rübenberge sind keine Seltenheit: Fast 90 Angriffe auf Rechner der Landesbehörden hat das Innenministerium in diesem Jahr registriert. Wie eine Sprecherin am Mittwoch mitteilte, waren es im gesamten Vorjahr 107 Angriffe. Zuvor hatte der NDR berichtet. Durch Cyberangriffe wurden der Sprecherin zufolge aber keine Behörden lahmgelegt.

Laut Innenministerium gehen die Angriffe von kriminellen Gruppen aus - "oder auch von solchen, die Wirtschaftsspionage betreiben", wie die Sprecherin sagte. Auch von ausländischen Nachrichtendiensten gesteuerte Hacker als Täter seien wahrscheinlich. Die Angreifer wollten Geld erpressen, die Technik der Betroffenen lahmlegen oder Daten abgreifen.

Das Innenministerium geht aber nicht davon aus, dass Hacker Daten von Bürgern gestohlen haben könnten. Die Daten würden nicht auf den von Cyberangriffen betroffenen Arbeitsrechnern gespeichert. "Wir sehen uns für die Landesverwaltung in Summe gut geschützt", sagte die Sprecherin. Sicherheitsvorfälle gebe es vor allem in Kommunalverwaltungen.

Die Stadtverwaltung in Neustadt am Rübenberge ist nach einem Trojanerangriff seit mehreren Tagen - und noch bis Freitag - offline. "Wir dürfen unsere Rechner nicht mehr anschalten", sagte eine Sprecherin der Stadt.

Behördenmitarbeitern rät das Innenministerium vor allem bei E-Mails zur Vorsicht: "E-Mails sind ein großes Einfallstor für Schadsoftware." Die Mitarbeiter sollten deshalb nur Anhänge von vertrauenswürdigen Absendern öffnen und im Zweifelsfall dort anrufen.

Mitteilung der Sadt Neustadt

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