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Niedersachsen & Bremen Urteil gegen mutmaßliche Waffenhändlerin erwartet

Ein Justizbeamter steht im Landgericht. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild

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Hannover (dpa/lni) - 55 Schusswaffen, explosionsfähiges Material sowie mehr als 1000 Schuss Munition soll eine Frau auf ihrem Grundstück in Barsinghausen (Region Hannover) versteckt haben. An diesem Dienstag (11.30 Uhr) wird im Prozess gegen die mutmaßliche Waffenhändlerin vor dem Landgericht Hannover das Urteil erwartet. Die 1959 geborene Angeklagte soll versucht haben, die Waffen sowie Waffenteile gemeinsam mit ihrem Ehemann gewinnbringend weiterzuverkaufen. Gegen den Mann läuft ein gesondertes Verfahren. Er war Ende 2020 in Südspanien festgenommen worden und soll zu einer Waffenschieberbande mit Verbindungen in rechtsextreme Kreise gehören. Der Ehemann lebte als angeblicher Rentner in der Nähe von Málaga und war wegen des Waffenfundes in Barsinghausen per Haftbefehl gesucht worden.

Das versteckte Lager auf dem Grundstück des Paares westlich von Hannover war bei einer Durchsuchung im Oktober 2019 entdeckt worden. Der Angeklagten wird ein gewerbsmäßiger Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Die Plädoyers wurden bereits gehalten. Die Staatsanwaltschaft hatte nach Angaben einer Gerichtssprecherin für eine dreieinhalbjährige Freiheitsstrafe plädiert. Die Verteidigung forderte einen Freispruch. (Az.: 70 KLs 4/21)

© dpa-infocom, dpa:210517-99-634964/2

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