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Niedersachsen & Bremen Verdi ruft zu Warnstreiks im Einzelhandel auf

Ein Streikender trägt eine Warnweste mit dem Verdi-Logo. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild

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Osnabrück (dpa/lni) - Die Gewerkschaft Verdi ruft an diesem Freitag Beschäftigte im Groß- und Einzelhandel in der Region Hannover, Celle und Bückeburg zu Warnstreiks auf. Angesprochen sind Arbeitnehmer von H&M, Douglas, Zara, Primark, E-Center, Ikea, Obi Baumärkte sowie Metro und Bofrost. Die Beschäftigten wünschten sich statt freiwilliger Vorweganhebungen ein verbindliches und wertschätzendes Angebot von Arbeitgeberseite am Verhandlungstisch, sagte Gewerkschaftssekretär Sebastian Triebel.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte Anfang Juli Einzelhändlern empfohlen, die Löhne und Gehälter ihrer Mitarbeiter noch vor einem Tarifabschluss freiwillig um zwei Prozent zu erhöhen. Angesprochen waren vor allem Unternehmen, die bisher gut durch die Pandemie gekommen sind. Außerdem regte der HDE einen einmaligen Corona-Bonus in Höhe von 300 Euro für die Beschäftigten an.

Verdi fordert für die Beschäftigten des Einzelhandels unter anderem 4,5 Prozent plus 45 Euro mehr Lohn und Gehalt und die Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro. Im Groß- und Außenhandel verlangt Verdi eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 199 Euro für alle und um 99 Euro für Auszubildende. Der Tarifvertrag sollen nach dem Willen der Gewerkschaft eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.

© dpa-infocom, dpa:210723-99-487431/2

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