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Niedersachsen & Bremen Vermisstenfall im Harz: Angeklagter schweigt zu Vorwürfen

Die Fassade des Landgerichts in Braunschweig. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild)

Braunschweig (dpa/lni) - Im Prozess um einen Vermisstenfall im Harz will sich der Angeklagte vorerst nicht zu den Mordvorwürfen äußern. Sein Mandant werde sich zunächst schweigend verteidigen, sagte sein Verteidiger am Mittwoch im Landgericht Braunschweig. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 50-Jährige seinen engsten Freund getötet hat - obwohl bis jetzt keine Leiche des seit Monaten Vermissten gefunden wurde (9 Ks 121 Js 23707/21 (15/21)).

Der Angeklagte soll eine offizielle Liebesbeziehung mit dessen Ehefrau angestrebt haben. Mit ihr hatte er laut Staatsanwaltschaft seit 2016 eine Affäre, ohne dass die Frau Bereitschaft gezeigt habe, ihren Mann zu verlassen. Für die Staatsanwaltschaft musste er ein "Hindernis dauerhaft beseitigen". Die Frau und zwei Söhne des Vermissten treten als Nebenkläger auf.

Dem Tatverdächtigen aus Liebenburg im Landkreis Goslar wird heimtückischer Mord aus niedrigen Beweggründen vorgeworfen. Seit dem 18. Mai sitzt der Bundespolizist, der die Vorwürfe bestreitet, in Untersuchungshaft. Er ist nicht vorbestraft. Bei der Anklageerhebung teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass die Tätigkeit als Bundespolizist "im Rahmen der Tatbegehung" aus ihrer Sicht keine Rolle gespielt habe.

© dpa-infocom, dpa:211124-99-121999/2

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