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Niedersachsen & Bremen Viele Händler lehnen Öffnungspläne der Regierung ab

Eine FFP2-Maske liegt auf einem Tisch. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

(Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild)

Hannover (dpa/lni) - Die Öffnungsperspektive für den Einzelhandel in Niedersachsen stößt auf wenig Gegenliebe bei den Betroffenen. "Eine Vielzahl an Betrieben sind bei uns kurz nach der Bekanntgabe der Pläne der Landesregierung telefonisch und in E-Mails Sturm gelaufen", sagte die Präsidentin des Handelsverbands Niedersachsen-Bremen (HNB), Mechthild Möllenkamp.

Nach Vorstellung der Landesregierung soll in Landkreisen und Großstädten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 der komplette Einzelhandel öffnen dürfen, und zwar ohne Terminvereinbarung vorab - allerdings nur für negativ Getestete und Geimpfte.

Nach Bekanntwerden dieses Vorhabens starteten die IHK Niedersachsen und der Handelsverband Niedersachsen-Bremen eine Umfrage, an der sich mehr als 2000 Händlerinnen und Händler beteiligten. Das Ergebnis belegt für die Verbände eine klare Ablehnung: 78 Prozent der Einzelhändler sprechen sich demnach für eine Beibehaltung von "Click and Meet" ohne Vorlage eines qualifizierten Testergebnisses aus.

Die große Mehrheit der Unternehmerinnen und Unternehmer befürchte, dass Kunden abgeschreckt werden, hieß es von der IHK Niedersachsen. "Dabei spielt es keine Rolle, welche Größe das Einzelhandelsunternehmen hat und ob es in Innenstadt- oder Randlage liegt - die Sorgen sind identisch", sagte IHKN-Präsident Uwe Goebel fest.

Die Erfahrungen mit Tests hätten andernorts leider gezeigt, dass Kundenfrequenzen und Umsätze einbrechen, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung am Donnerstag. Die Landesregierung sei gut beraten, die bisher geplante Testpflicht für die Kunden des Einzelhandels zu überdenken.

© dpa-infocom, dpa:210506-99-494221/2

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