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Niedersachsen & Bremen Wattenmeer: Weißwangengänse von Vogelgrippe betroffen

Weißwangengänse sitzen auf einem Feld und rasten, während im Hintergrund eine Kuh vorbeiläuft. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

(Foto: Daniel Bockwoldt/dpa)

Nachdem zwischenzeitlich weniger tote Wasservögel an der niedersächsischen Wattenmeerküste im Zusammenhang mit der Vogelgrippe gefunden worden waren, häufen sich zuletzt die Funde wieder. Besonders eine Vogelart ist betroffen.

Wilhelmshaven (dpa/lni) - An der niedersächsischen Wattenmeerküste sind im Zusammenhang mit der Vogelgrippe zuletzt wieder mehr tote Wasservögel registriert worden. "Nach dem Jahreswechsel flaute die Zahl der Totfunde deutlich ab, im April wurde aber vor allem am Dollart wieder eine auffallende Zunahme gemeldet", teilte die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit. Vor allem viele tote Weißwangengänse seien zuletzt gefunden worden - allein im Winterhalbjahr 2020/2021 fast 1500 Vögel. Andere Arten seien dagegen nicht besonders betroffen.

Den Angaben zufolge habe eine zweite Welle des hochansteckenden Virus insbesondere die Region um den Dollart erfasst. Auch vom Jadebusen und der Leybucht (Kreis Aurich) wurden Totfunde gemeldet. Die Zahl dort liege zwar über dem üblichen Niveau, im Vergleich zum Dollart gebe es dort aber nicht so viele Fälle, teilten die Behörden mit. Allein im Landkreis Leer waren zuletzt entlang der Ems-Deiche, am Dollart und auf angrenzenden Gebieten Schätzungen der Kreisverwaltung zufolge rund 400 verendete Vögel entdeckt worden.

Die Nationalparkverwaltung weist darauf hin, dass nicht alle toten Tiere auch obduziert werden. Das Aufkommen der Vogelgrippe werde lediglich über Stichproben einzelner Kadaver-Untersuchungen analysiert. Nicht jeder toter Vogel sei daher auf die Vogelgrippe zurückzuführen. Viele Tiere würden auch an Altersschwäche oder infolge von Stürmen sterben. Im Rahmen sogenannter Spülsaumkontrollen werden tote Wildvögel entlang der Wattenmeerküste und auf den Ostfriesischen Inseln erfasst und auch eingesammelt.

© dpa-infocom, dpa:210509-99-525656/2

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