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Niedersachsen & Bremen Wegen fehlender Gäste: Reduzierte Fahrpläne an der Küste

Die Borkum-Fähre liegt im Emder Fährhafen. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa/Archivbild

(Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa/Archivbild)

Die verschärften Corona-Regeln schränken das Leben auf den Ostfriesischen Inseln ein. Da nun Urlauber und Tagestouristen ausbleiben, stellen die Fährbetriebe ihre Pläne um.

Norddeich (dpa/lni) - Wegen der verschärften Corona-Regeln und dem Fernbleiben von Urlaubern und Tagesgästen, dünnen die Fährbetriebe an der Küste ihre Fahrpläne zu den Ostfriesischen Inseln aus. Von Sonntag an werden die Verbindungen zwischen Norddeich und Norderney nur noch mit einer Fähre bedient, wie der Sprecher der Reederei Norden Frisia, Fred Meyer, sagte. Statt neun Abfahrten täglich pro Richtung, gibt es dann vorerst nur noch fünf. Von und nach Juist ist eine Fährabfahrt pro Tag geplant. Darüber hinaus verkehren auch die kleineren Inseltaxen. Ihre Frequenz werde aber stärker nach der Nachfrage ausgerichtet, sagte Meyer.

Nach dem Bund-Länder-Beschluss zu den verschärften Corona-Regeln sollen seit Wochenbeginn Übernachtungsangebote nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Hotels dürfen keine neuen Gäste mehr aufnehmen. Wer schon im Urlaub ist, darf ihn aber noch regulär beenden. Eine konkrete Frist, bis wann Gäste abgereist sein müssen, gibt es - anders als etwa in Schleswig-Holstein - nicht.

Auch die übrigen Fährbetriebe an der Küste bekommen sinkende Fahrgastzahlen schon zu spüren. Von Tag zu Tag würden mehr Gäste von Baltrum abreisen, sagte die Geschäftsführerin der Baltrum Linie, Christina Ulrichs. Von kommender Woche an sollen daher die abendlichen Fähren an Dienstagen entfallen. Montags, donnerstags und freitags sollen zwei Verbindungen zwischen Neßmersiel und der Insel vorerst in jede Richtung noch erhalten bleiben.

Ein Sonderfahrplan gilt bis Ende November bereits für den Fährverkehr zwischen Harlesiel und Wangerooge. Zwischen der Insel und dem Festland fährt an den meisten Tagen nur noch eine Fähre in je eine Richtung. Der sogenannte Wangerooge-Bus, der Touristen von Sande an den Anleger nach Harlesiel bringt, fällt vorerst aus.

Wer nach Borkum oder von dort zurück auf das Festland reisen möchte, muss vorerst auf die schnellen Katamaran-Verbindungen verzichten, wie die Reederei AG Ems mitteilte. Der Fahrplan sieht aber wochentags noch je zwei Fährverbindungen zwischen Emden und Borkum vor.

Auf Langeoog wurde der Winterfahrplan reduziert. Ab kommender Woche gelte ein sogenannter Corona-Fahrplan, sagte Inselbürgermeisterin Heike Horn (parteilos). Täglich verkehren noch zwei Fähren in beiden Richtungen zwischen Langeoog und Bensersiel auf dem Festland. Die Schiffe nutzten nun vor allem Insulaner, Schüler und Handwerker, sagte Horn. Für sie gebe es montags, mittwochs und freitags noch eine dritte Verbindung, eine Mittagsfähre. Sonst sind im Winter eigentlich vier Fahrten täglich pro Richtung vorgesehen. Auch für die Fähren von und nach Spiekeroog gilt ein geänderter Fahrplan.

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