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Niedersachsen & Bremen Weil: Wasserstoff für Klimaschutz wie Antibiotikum

Stephan Weil (SPD), Niedersachsens Ministerpräsident. Foto: Julian Stratenschulte

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Hannover (dpa/lni) - Niedersachsen kann nach Ansicht von Ministerpräsident Stephan Weil stark von einem Ausbau der Wasserstoff-Technologie profitieren. Wasserstoff sei für das Thema Klimaschutz vielleicht so etwas wie ein Breitband-Antibiotikum, also etwas, was in vielerlei Hinsicht in sehr unterschiedlichen Bereichen gut helfen könne, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Hannover. Technisch sei die Erzeugung von Wasserstoff im großen Maßstab bereits möglich, das sei für das Land auch wirtschaftlich eine Chance. "Aber praktisch passiert relativ wenig, weil das unter Marktbedingungen derzeit kaum finanzierbar ist."

In Niedersachsen soll bis 2022 eine Pilotanlage entstehen, in der mit Ökostrom Wasserstoff gewonnen werden soll. Ziel ist es, Wasserstoff im nächsten Jahrzehnt neben Strom als zweiten Energieträger einer klimaneutralen Energieversorgung zu etablieren, wie das Umweltministerium im Juli mitgeteilt hatte. Niedersachsen biete dafür wegen der Windenergie beste Rahmenbedingungen.

Für das angekündigte Klimaschutzgesetz im Land nannte Weil dagegen weiterhin keine konkreten Zahlen. Ziel sei aber unter anderem eine klimaneutrale Verwaltung, etwa mit Blick auf die energetische Sanierung von Landesliegenschaften und mehr E-Autos im Fuhrpark.

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