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Niedersachsen & Bremen Weil verteidigt Reise nach Katar

Stephan Weil (SPD), Niedersachsens Ministerpräsident. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Hannover (dpa/lni) - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat seine bevorstehende Reise mit einer Wirtschaftsdelegation nach Katar gegen Kritik der AfD verteidigt. An der Reise von Ende November bis Anfang Dezember beteiligten sich 44 Unternehmen, die vor Ort Kontakte knüpften und neue Geschäfte tätigten, sagte Weil am Mittwoch im Landtag in Hannover. Politisch würden Delegationsreisen stets aber auch für Denkanstöße, etwa zum Thema Menschenrechte genutzt, sagte Weil. Die AfD-Fraktionsvorsitzende Dana Guth hatte die Katarreise unter anderem wegen der dortigen Missachtung von Frauenrechten und der Todesstrafe in dem Land kritisiert.

"Wir müssen die Welt nehmen wie sie ist, aber wir dürfen sie nicht so lassen", betonte Weil. So habe er bei einer Reise 2016 in den Iran gegenüber dem ehemaligen Staatspräsidenten Ali Akbar Haschemi Rafsandschani für eine Anerkennung des Staates Israel geworben, eine kontroverse Diskussion war die Folge. Fragen von Menschenrechten, Umweltschutz und auch Antisemitismus seien regelmäßig Themen während Delegationsreisen ins Ausland. Unter anderem durch die Beteiligung Katars am Volkswagen Konzern bestehen wichtige Wirtschaftsbeziehungen zwischem dem Emirat und Niedersachsen.

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