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Niedersachsen & Bremen Weitere Ausbrüche von Vogelgrippe in Niedersachsen

Ein Schild weist einen Geflügelpest-Sperrbezirk aus. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Die Vogelgrippe greift um sich, wieder wurde das Virus H5N8 in niedersächsischen Ställen nachgewiesen. Über 100 000 Tiere müssen getötet werden.

Vechta (dpa/lni) - Einen zweiten Ausbruch der Vogelgrippe innerhalb einer Woche hat es im Landkreis Vechta gegeben. In einem Legehennenbetrieb in Bakum wurde das Vogelgrippevirus H5N8 nachgewiesen, wie eine Sprecherin des Landkreises Vechta am Sonntag mitteilte. Alle 103 000 Legehennen des Hofs müssten nun getötet werden. Der betroffene Betrieb liege in dem Beobachtungsgebiet, das aufgrund des ersten Geflügelpestausbruchs festgelegt worden war. Auch im Landkreis Cloppenburg gab es einen neuen Ausbruch.

In der Gemeinde Bösel im Landkreis Cloppenburg wurde ebenfalls der Erreger H5N8 nachgewiesen, in diesem Fall in einem Putenbetrieb. Der Bestand befindet sich im bestehenden Sperrbezirk. Es handelt sich nach Angaben des Kreises um den mittlerweile 26. Ausbruch. Die rund 12 000 Puten im Alter von 15 bis 16 Wochen wurden tierschutzgerecht getötet. Insgesamt waren von den Ausbrüchen im Kreis Cloppenburg 397 100 Tiere betroffen.

Nachdem in dem Legehennenbetrieb im Kreis Vechta etliche Tiere gestorben waren, sperrte das Veterinäramt am Samstag den Betrieb. Die entnommenen Proben wurden an das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie an das Friedrich-Löffler-Institut übersandt. Dort wurde das Virus H5N8 nachgewiesen.

Der Landkreis Vechta werde am Montag eine weitere tierseuchenbehördliche Verfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest bei Nutzgeflügel erlassen, kündigte die Sprecherin an. Darin würden der existierende Sperrbezirk und das Beobachtungsgebiet entsprechend erweitert.

© dpa-infocom, dpa:210307-99-724854/3

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