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Niedersachsen & Bremen Weniger offene Lehrstellen im Nordwesten

Auf einem transparenten Würfel ist das Logo der Agentur für Arbeit zu sehen. Foto: Felix Kästle/dpa/Archivbild

(Foto: Felix Kästle/dpa/Archivbild)

Hannover/Bremen (dpa/lni) - Die Unternehmen im Nordwesten haben in den vergangenen Monaten deutlich weniger offene Lehrstellen gemeldet. In Niedersachsen sank die seit Oktober 2019 registrierte Zahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast zehn Prozent auf rund 45 300. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Hannover am Montag erklärte, wachse aber gleichzeitig der Optimismus, dass die Suche nach Azubis "nach der großen Unsicherheit der letzten Wochen" wegen der Corona-Krise bald stärker anläuft - vor allem in kleinen und mittelgroßen Firmen.

Bisher zeigten in Niedersachsen auch weniger Jugendliche Interesse an einem Ausbildungsplatz: Im April waren es knapp 40 200, etwa 5000 weniger als ein Jahr zuvor. Ein Grund dafür sei jedoch die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren, erklärte die BA - und dadurch stiegen für Schulabsolventen jetzt die Chancen, eine Lehrstelle zu bekommen. In Bremen gab es zuletzt 16,6 Prozent weniger freie Lehrstellen, die Summe lag hier bei knapp 3900. Bei der Berufsberatung meldeten sich etwas weniger Bewerber als vor einem Jahr (rund 3200).

Besonders gefragt als Ausbildungsberufe sind in Niedersachsen derzeit kaufmännische Jobs im Einzelhandel und Büromanagement oder Kfz-Mechatroniker. Viele Jugendliche wollen auch in den Verkauf oder in die Lagerwirtschaft. In Bremen ist dies ähnlich. Die Betriebe konnten aber längst nicht alle Ausbildungsplätze besetzen. Die BA empfahl etwa: "Wenn sich Jugendliche für die Arzt- und Praxishilfe oder die Versicherungs- und Finanzdienstleistungen interessieren, bieten sich gute Chancen auf dem Ausbildungsmarkt." Auch in Handwerk, Gastronomie und Energietechnik gebe es noch unbesetzte Stellen.

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