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Niedersachsen & Bremen Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft in Niedersachsen

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Hannover (dpa/lni) - Das in Oldenburg angesiedelte Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft (Zehn) will ab diesem Jahr für gesunde Ernährung sowie mehr Wertschätzung im Umgang mit Nahrungsmitteln werben. Zudem soll es helfen, das angeschlagene Image des Bereichs Hauswirtschaft aufzupolieren, gab Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) am Dienstag in Hannover bekannt. Zuvor hatte das rot-grüne Kabinett das im Koalitionsvertrag verankerte Vorhaben gebilligt, das an die Landwirtschaftskammer angedockt ist und 3,6 Millionen Euro bis 2023 zur Verfügung bekommt. 2021 ist eine Evaluierung des Zentrums mit seinen sechs Stellen geplant.

Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln sei auch ein wichtiger Ansatz bei der Schonung der natürlichen Ressourcen, betonte Otte-Kinast, die ein eigenes Referat für Ernährung in ihrem Ministerium ankündigte. "Ernährung und Klimaschutz gehören zudem für mich ganz eng zusammen", betonte die CDU-Politikerin. Ein entsprechender Fachbeirat solle aus den vier Ministerien Soziales, Wissenschaft, Kultus und Agrar besetzt werden.

Kritik kam vor allem von den oppositionellen Grünen. Das Zentrum sei als eine Art "Landeskochstudio" ein überflüssiges Prestigeprojekt und schwäche die Arbeit der Verbraucherzentrale. "Die Ministerin setzt damit rückwärtsgewandt auf neues "Puddingdiplom"", rügte der Grünen-Landtagsabgeordnete Dragos Pancescu.

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