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Nordrhein-Westfalen Aachen zählt bedrohte Feldhamster

Ein Feldhamster krabbelt auf einer Ackerfläche aus seinem Bau. Foto: Uwe Anspach/Archivbild

(Foto: Uwe Anspach/dpa)

Aachen (dpa/lnw) - Naturschützer machen sich auf einem Acker bei Aachen auf die Spuren von 30 Feldhamstern, die dort aus einer Nachzucht ausgewildert worden sind. Sie wollen erfassen, wie die sehr scheuen und nachtaktiven Tierchen den Winter überstanden haben, wie sich die Population entwickelt hat und ob sie nicht vielleicht auf einen anderen Acker gewandert sind, um zu bleiben. Die Tiere aus der Nachzucht des Gaia-Zoos im niederländischen Heerlen waren im Frühjahr und Sommer 2018 von der Nabu-Naturschutzstation ausgewildert worden, wie die Stadt Aachen am Montag mitteilte.

Der in Nordrhein-Westfalen fast ausgestorbene Feldhamster, der bis in die 70er Jahre weite Teile der linksrheinischen Bördengebiete besiedelte, ist nach Angaben der Stadt seit Mitte der 90er Jahre landesweit vom Aussterben bedroht und streng geschützt. Aus Aachen verschwand der Hamster in den 90er Jahren. Bei dem Monitoring soll auf Ackerflächen etwa systematisch nach den für Hamsterbaue charakteristischen Röhren gesucht werden. Das deutsch-niederländische Projekt wird von der Stadt Aachen und der niederländischen Provinz Limburg getragen.

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