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Nordrhein-Westfalen Abriss von A40-Brücke: Erleichterungen im Bahnverkehr

Mit schwerem Gerät reißen Bauarbeiter eine Eisenbahnbrücke, die über die Autobahn A40 führt, ab. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

(Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild)

Mülheim (dpa/lnw) - Nach dem Brand eines Tanklasters auf der Autobahn 40 bei Mülheim, der mindestens eine Bahnbrücke zerstört hat, soll sich der Zugverkehr auf der wichtigen Strecke kommende Woche wieder etwas normalisieren. Auf einer von mehreren Brücken in dem Bereich können die Züge des Fernverkehrs und der Linien RE1 und RE42 wieder aus Duisburg in Richtung Essen rollen, wie die Deutsche Bahn am Freitag mitteilte. In der Gegenrichtung muss der Verkehr aber weiter über Gelsenkirchen und Oberhausen umgeleitet werden. Zudem gebe es Schienenersatzverkehr.

Auch Autofahrer müssen sich weiter gedulden: Laut dem Landesbetrieb Straßen.NRW könnte der Verkehr auf der bislang vollgesperrten A40 frühestens ab dem 5. Oktober wieder fließen, repariert ist die Fahrbahn noch nicht. Derzeit ist die Bahn noch mit den Abrissarbeiten beschäftigt. Die Brückenteile müssten zerkleinert und abtransportiert werden. Es handele sich um mehr als 1300 Tonnen Schutt, wofür rund 100 Lkw-Fahrten notwendig seien, so die Bahn am Freitag.

An dem Verkehrsnadelöhr gibt es vier Bahnbrücken, über die regelmäßig Züge rollen. Eine musste nun abgerissen werden, bei zwei weiteren ist noch unklar, wie stark sie durch den Brand beschädigt wurden. Die Untersuchungen können laut Bahn noch Wochen dauern. Abhilfe sollen mittelfristig auch Behelfsbrücken schaffen, die laut Bahn allerdings erst in mehreren Monaten zur Verfügung stehen dürften.

Vergangene Woche Donnerstag war unter der Brücke ein Tanklastzug nach einem Unfall des laut Polizei alkoholisierten Fahrers in Flammen aufgegangen. Die Hitze hatte die Brücke abbruchreif gemacht.

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