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Nordrhein-Westfalen Anklage wegen Unterstützung des "Islamistischen Staats"

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

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Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf hat gegen eine 37-jährige Frau Anklage wegen Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung erhoben. Die Türkin aus dem Kreis Wesel stehe im Verdacht, einem Familienangehörigen und dessen nach islamischem Ritus angetraute Ehefrau, die sich dem sogenannten Islamischen Staat (IS) angeschlossen hatten, insgesamt 2200 Euro übermittelt zu haben, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit.

Der Familienangehörige soll der berüchtigten "Lohberger Brigade" von Salafisten aus Dinslaken-Lohberg angehören, die sich in Syrien dem IS angeschlossen hatten. Durch die Geldzuwendung soll die Angeklagte die Unterstützung der Terrororganisation mindestens billigend in Kauf genommen haben.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf muss nun darüber entscheiden, ob die Anklage der Zentralstelle Terrorismusverfolgung NRW zur Hauptverhandlung zugelassen wird. Die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren bestraft werden.

© dpa-infocom, dpa:211201-99-215145/2

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