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Nordrhein-Westfalen Bluttat vor Augen des Sohnes: Sieben Jahre Haft für Vater

(Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild)

Düsseldorf (dpa/lnw) - Weil er vor den Augen seines 13-jährigen Sohnes versucht hat, seine Frau zu erstechen, ist ein Vater in Düsseldorf zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach den Angeklagten am Freitag wegen versuchten Totschlags schuldig.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung wegen versuchten Mordes - bei gleicher Strafhöhe - gefordert. Doch das Gericht unter Vorsitz von Richter Rainer Drees sah es als nicht zweifelsfrei erwiesen an, dass die Tat heimtückisch war, weil sich die Eheleute zuvor gestritten hatten.

Der Weißrusse hatte die Messerstiche zugegeben, aber eine Tötungsabsicht bestritten. "Ich habe ihr nur Angst einjagen, sie aber nicht töten wollen", hatte er beim Prozessauftakt behauptet. Das glaubten ihm die Richter nicht.

Die Tat geschah am 19. April dieses Jahres im Stadtteil Garath. Die Frau erlitt mehrere Messerstiche und überlebte lebensgefährlich verletzt.

Beim Angeklagten war ein Blutalkoholwert von 1,44 Promille gemessen worden. Nach Einschätzung eines Gutachters war er zur Tatzeit dennoch voll schuldfähig.

Vorangegangen war ein Streit der Eheleute. Die 20 Jahre jüngere Ehefrau soll ihrem Mann wiederholt vorgeworfen haben, sich nicht ausreichend um einen Job zu bemühen und zu viel zu trinken.

Der Sohn war bei der Tat dazwischen gegangen: Er hatte den Arm des Vaters festgehalten und ihn damit an weiteren Stichen gehindert. Der 55-Jährige war nach der Tat geflüchtet, konnte aber in Tatortnähe festgenommen werden.

Quelle: dpa

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