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Nordrhein-Westfalen Coronavirus: Deutscher Kreuzfahrt-Passagier stirbt

Das Kreuzfahrtschiff

(Foto: -/Phoenix Reisen/dpa/Archivbild)

Canberra/Bonn (dpa/lnw) - Ein deutscher Passagier des im Westen Australiens festsitzenden Kreuzfahrtschiffs "Artania" ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus in einer Klinik der Stadt Perth gestorben. Dabei handele es sich um einen Mann in den Sechzigern, wie die Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte. Er gehörte zu den Passagieren, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden waren. Die Angehörigen seien informiert, hieß es weiter.

Die "Artania", bekannt aus der ARD-Dokuserie "Verrückt nach Meer", liegt seit der vergangenen Woche an der Küste vor der Stadt Fremantle südlich von Perth. Grund ist, dass auf dem Schiff Coronavirus-Fälle aufgetreten waren. Mehr als 840 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden nach Deutschland geflogen, Dutzende kamen in australische Krankenhäuser.

Die nähere Zukunft des Kreuzfahrtschiffs war nach jüngsten Angaben des deutschen Reiseveranstalters Phoenix-Reisen aus Bonn weiter unklar. Es liege noch kein Zeitplan für eine Abreise aus den westaustralischen Gewässern vor. Der Regierungschef des Bundesstaates Westaustralien forderte, dass das Schiff schnellstmöglich zurück nach Deutschland fährt. Man wolle nicht, dass die "Artania" andere Schiffe anziehe, nur weil sie im Hafen von Fremantle habe anlegen dürfen.

In Australien machen Fälle von Kreuzfahrtschiffen mindestens 20 Prozent der bisher bestätigten Coronavirus-Fälle aus - dies sind mehr als 5300.

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