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Nordrhein-Westfalen DLV zu Weitspringerin Wester: "Noch keine Konsequenzen"

Alexandra Wester aus Deutschland in Aktion beim Weitsprung. Foto: Soeren Stache/dpa

(Foto: Soeren Stache/dpa)

Darmstadt (dpa/lnw) - Der Deutsche Leichtathletik-Verband will gegen Weitspringerin Alexandra Wester wegen ihrer möglicherweise nicht ordnungsgemäßen Teilnahme an einer Großdemonstration zurzeit keine Maßnahmen ergreifen. "Unsere Sportler können jederzeit an Demonstrationen teilnehmen, denn das ist ihr Grundrecht", sagte Cheftrainerin Anett Stein am Dienstag auf dpa-Anfrage. Allerdings erwarte der DLV, dass sie sich wie alle Teilnehmer an die Regeln halte.

"Wir reden derzeit noch nicht über Konsequenzen, sondern werden zunächst mit ihr darüber sprechen, um ihren Auftritt bei der Demonstration besser einordnen zu können", erklärte Stein. "Wir möchten verstehen, wie sie selbst diesen Vorgang bewertet." Der DLV wisse nicht, ob sich Wester an die Anordnungen gehalten habe, "falls nein, wäre dies von unserer Seite aus nicht zu akzeptieren."

Von der Leichtathletin aus Köln waren in den sozialen Netzwerken Fotos von ihrer Teilnahme an der Demonstration gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie am Wochenende in Berlin zusammen mit ihrem Freund Joshiko Saibou zu sehen.

Dem Basketball-Nationalspieler war daraufhin von den Telekom Baskets Bonn wegen "Verstößen gegen Vorgaben des laufenden Arbeitsvertrages als Profisportler" fristlos gekündigt worden. Saibou und Wester waren für Stellungnahme angefragt worden.

Die Olympia-Teilnehmerin von 2016 hatte zuletzt in einem auf Instagram veröffentlichten Video beklagt, durch die Corona-Maßnahmen ihrer Freiheit beraubt zu werden. Zudem sprach sie in dem Beitrag von einem Impfzwang für die Bevölkerung oder von Ärzten und Anwälten, die die Menschenrechte verteidigen und dafür in Gefängnispsychiatrien eingesperrt würden.

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