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Nordrhein-Westfalen Distanzunterricht: Opposition wirft Gebauer Chaos vor

Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen Sigrid Beer spricht im Landtag. Foto: Federico Gambarini/dpa/archivbild

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Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Grünen haben Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) ein "Chaotisieren der Schullandschaft" in NRW vorgeworfen. Die unklare Lage zum Thema Distanzunterricht ab Montag in Kommunen, die über oder nahe einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 liegen, sei "eine Zumutung für alle Beteiligten", sagte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, Sigrid Beer, am Freitag in Düsseldorf. "Dass Kommunen und Kreise in kürzester Zeit die 200er Inzidenzschwelle überschreiten werden, war absehbar."

Auch der SPD-Abgeordnete Jochen Ott übte scharfe Kritik. "Entgegen der Ankündigungen von Schulministerin Gebauer handelte es sich eben nicht um eine automatische Notbremse, die bei einem entsprechenden Überschreiten der 200er-Grenze gezogen werden muss. Das hat erneut für viel Verwirrung und Unruhe im Schulbetrieb gesorgt", sagte Ott laut Mitteilung. "Um ein solches Chaos, wie es heute in den betroffenen Kommunen geherrscht hat, künftig zu vermeiden, sollte die Schul-Notbremse ab einer Inzidenz von 200 ab sofort ein Automatismus sein", sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion.

Nach den Angaben von Ott und Beer hat das Gesundheitsministerium am Freitag eine Betreuungsverordnung mit einer Allgemeinverfügung erlassen, die für 13 Kommunen in NRW vorsieht, den Präsenzunterricht auch in der kommenden Woche weiter auszusetzen - mit Ausnahme der Abschlussjahrgänge und Notbetreuung. Regionen, die kurz vor dem Grenzwert von 200 stehen, werde das Verbleiben im Distanzunterricht aber versagt. Bis zum Freitagnachmittag war zu dem Thema auf dpa-Anfrage weder vom Gesundheits- noch vom Schulministerium eine Auskunft zu erhalten.

© dpa-infocom, dpa:210416-99-233585/3

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