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Nordrhein-Westfalen Drogenplantage: Vater soll Kinder zur Arbeit gezwungen haben

Der Eingang des Landgerichts Duisburg. Foto: Christophe Gateau/Archivbild

(Foto: Christophe Gateau/dpa)

Duisburg (dpa/lnw) - Ein 43-Jähriger aus Duisburg soll mehrere seiner sechs Kinder mit Gewalt dazu gezwungen haben, seine illegale Marihuana-Plantage zu pflegen. Von Dienstag an muss er sich vor dem Duisburger Landgericht verantworten, wie eine Gerichtssprecherin am Montag sagte. Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" über den Prozessbeginn berichtet.

Der Mann soll die Kinder mit Waffen bedroht und zur Arbeit in der Plantage gezwungen haben. In einem Fall soll er einem der Kinder nach Angaben der Sprecherin den Schulbesuch verboten haben. Wiederholt habe er Kinder mit seinen Fäusten und auch mit einem Billardqueue geschlagen. Zudem sei eine sexuelle Handlung an einem Kind unter 14 Jahren angeklagt.

Bei einer Razzia im Juli vergangenen Jahres hatten die Ermittler ein ganzes Waffenarsenal im Haus des Türken entdeckt. Neben Pistolen und Revolvern fanden die Beamten auch ein jugoslawisches Maschinengewehr und eine Kalaschnikow. Der Mann ist deshalb auch wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz angeklagt.

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