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Nordrhein-Westfalen Ehefrau erstochen: Elfeinhalb Jahre Haft

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Ein Familienvater ersticht seine Frau und versenkt die Leiche in einem Ententeich. Jetzt muss er für viele Jahre in Haft.

Münster (dpa/lnw) - Vier Monate lang war eine dreifache Mutter aus dem münsterländischen Heek spurlos verschwunden. Dann führte ihr Ehemann die Ermittler zu einem nahen Ententeich. Am Freitag ist der 32-Jährige wegen Totschlags zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Der russische Ex-Soldat hatte gestanden, bei einem Streit immer wieder mit einem Messer auf seine Frau eingestochen zu haben. Die Leiche der 23-Jährigen hatte er später mit Netzen und Steinen beschwert und versenkt. Die Rechtsmediziner hatten bei der Obduktion 17 Einstiche gezählt - in den Hals und in den Oberkörper.

Der Angeklagte hatte zunächst versucht, die Leiche mit einem großen Rollkoffer abzutransportieren. Weil der Koffer jedoch zu klein war, hatte er ihn schließlich als Floß benutzt, um den leblosen Körper seiner Frau zur Mitte des Teichs zu bringen. Anschließend hatte er seine Frau als vermisst erklärt.

Der 32-Jährige war als Soldat im Tschetschenienkrieg, bevor er Ende 2016 nach Deutschland kam. Seine Frau war Anfang 2017 mit den Kindern nachgekommen. Während sie einer Flüchtlingsunterkunft in Heek zugewiesen worden war, lebte der Angeklagte im Kreis Mettmann. Sein Asylantrag war bereits im Sommer 2017 abgelehnt worden. Dagegen hatte er jedoch Klage erhoben.

Am Tattag, dem 8. August 2018, war der 32-Jährige nach Heek gefahren, um seine Familie zu besuchen. Dabei war es zum Streit gekommen, in dessen Verlauf er nach eigenen Angaben von seiner Ehefrau mit einem Küchenmesser bedroht worden war. Dieses Messer habe er ihr dann abgenommen und zugestochen.

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