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Nordrhein-Westfalen Einstiges Kohlekraftwerk Lünen nun komplett gesprengt

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Lünen (dpa/lnw) - 292 Bohrlöcher, 135 Kilogramm Sprengstoff: In Lünen hat am Samstag die letzte Sprengung eines Schornsteins, Bunkerschwerbaus und Kessels am ehemaligen Steag-Kraftwerk stattgefunden. "Es ist alles so gelaufen wie geplant", sagte eine Sprecherin der Abbruchfirma Hagedorn am Samstagnachmittag. Gegen 15 Uhr sei der Bunkerschwerbau in Richtung Süden gefallen, der 130 Meter hohe Schornstein nach Norden. Auch ein Kessel mit Fahrstuhl wurde den Angaben zufolge dem Erdboden gleichgemacht.

Bereits Ende März hatte die Abbruchfirma einen Kühlturm, einen 250 Meter hohen Schornstein und ein Kesselhaus gesprengt und das Spektakel im Live-Stream übertragen. Allerdings habe nicht das komplette Kraftwerk auf dem rund 37 Hektar großen Industrieareal in einem Stück plattgemacht werden können. Deshalb habe es danach bis Samstag immer mal wieder kleinere Sprengungen gegeben, sagte die Sprecherin. Übrig gebliebener Bauschutt und Schrott soll nun recycelt werden.

Die Industriebauten hatten rund 80 Jahre lang das Landschaftsbild im Kreis Unna geprägt. Nun sind die für viele Menschen in der Region typischen Landmarken verschwunden. Der Standort in Lünen war bis zur Stilllegung 2018 das älteste Kraftwerk des Energieerzeugers Steag GmbH und hat früher unter anderem Bahnstrom produziert. Dort sollen sich in Zukunft neue Unternehmen ansiedeln.

© dpa-infocom, dpa:210731-99-640483/2

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