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Nordrhein-Westfalen Erntehelfer können doch kommen: Weiter Freiwillige benötigt

Erntehelfer arbeiten auf einem Feld. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Düsseldorf (dpa/lnw) - Saisonarbeiter aus Osteuropa dürfen nun doch nach Deutschland einreisen - trotzdem hofft Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser weiter auch auf Helfer aus dem Inland. "Weiterhin sind auch Freiwillige mit freien Kapazitäten dazu aufgerufen, die Landwirtschaft zu unterstützen und dazu beizutragen, dass wir trotz Corona-Krise regionale Vielfalt auf unseren Tellern bewahren", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag laut einer Mitteilung.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatte sich zuvor darauf verständigt, dass die Saisonarbeiter trotz kürzlich verhängter Einreiseverbote kommen dürfen. Angesichts drohender Engpässe in der Landwirtschaft sollen 80 000 ausländische Saisonkräfte unter strengen Auflagen nach Deutschland eingeflogen werden. Um beim Ernten und anderen dringenden Feldarbeiten zu helfen, können im April und Mai je 40 000 Menschen einreisen. Ergänzend sollen aus dem Inland möglichst jeweils 10 000 Helfer gewonnen werden.

"Dies ist eine gute Lösung für Erntehelfer und eine gute Lösung für unsere Landwirte", sagte Heinen-Esser. "Was jetzt nicht an Gemüse gepflanzt wird, kommt später auch nicht bei uns in die Regale und auf den Tisch."

Der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer hatte zuletzt berichtet, dass sich allein im Rheinland bereits mehr als 3000 Freiwillige gemeldet hätten, darunter Schüler, Studenten, Kurzarbeitende, Arbeitslose oder Rentner. Am 8. April beginnt in NRW die offizielle Spargelsaison.

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