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Nordrhein-Westfalen Erste Lokalöffnungen: Vom Glück, draußen Kaffee zu trinken

Eine Tasse Milchkaffee steht auf einem Tisch eines Restaurants. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbiild/dpa/Archivbild

(Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbiild/dpa/Archivbild)

Aufatmen bei vielen Wirten in einzelnen Regionen von NRW: Am Samstag durften sie erstmals wieder ihre Außenbereiche für Gäste öffnen. Obwohl das Wetter nicht so richtig mitspielte, genossen viele die neuen Möglichkeiten.

Mülheim/Troisdorf (dpa/lnw) - Endlich wieder Gäste, wenn auch nur draußen: In den ersten Regionen Nordrhein-Westfalens durften Gastronomen am Samstag erstmals wieder Menschen im Außenbereich ihrer Lokale bewirten. So nutzten beispielsweise in Mülheim an der Ruhr und in Troisdorf im Rhein-Sieg-Kreis viele Menschen die Möglichkeit, im Freien einen Kaffee zu trinken oder zu Mittag zu essen. Allerdings unter Markisen und Schirmen und gewärmt von Heizpilzen, denn nasskaltes Wetter verregnete den Start.

Alexander Adscheid, Inhaber des Ausflugslokals "Zur Siegfähre" in Troisdorf, genoss am Samstag "das tolle Gefühl, aus dem Lockdown heraus endlich wieder in mehr Normalität zu kommen". 100 Gäste kann er auf seiner überdachten Terrasse bewirten. Es sei so schön zu sehen, wie sich alle über die Öffnungen freuten. Vielen sei sogar egal gewesen, dass das Wetter nicht mitspielte. "Die zogen einfach eine warme Jacke an und machten das beste draus."

Auch bei Rajesh Luthra vom Café Leonardo in Mülheim an der Ruhr genossen die Gäste erstmals wieder ihr Frühstück oder ihren Cappuccino auf der Terrasse des Bistros. Weil es immer wieder Platzregen gab, musste der Wirt seine 26 Tische klug einteilen. Trotzdem seien die Leute glücklich gewesen, draußen sitzen und verweilen zu können. "Ein alter Mann sagte mir, es sei das Schönste für ihn, endlich wieder ein Bier im Lokal zu trinken", schilderte Luthra die Stimmung.

Laut der seit Samstag geltenden Coronaschutzverordnung des Landes NRW sind eingeschränkte Öffnungen der Außengastronomie und bei den Übernachtungsangeboten unter Auflagen wieder erlaubt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen stabil unter 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner liegt. Zugang haben nur Getestete, Geimpfte und Genesene.

Die Lockerungen galten ab Samstag für die Stadt Mülheim, die Kreise Soest und Viersen und den Rhein-Sieg-Kreis. Öffnen durften Wirte draußen auch in Münster sowie in den Kreisen Höxter und Coesfeld, wo die bundesweite Notbremse gar nicht erst gegriffen hatte.

© dpa-infocom, dpa:210515-99-609067/3

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