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Nordrhein-Westfalen Ex-Angeklagter sagt im Loveparade-Prozess als Zeuge aus

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Düsseldorf (dpa/lnw) - Im Prozess um das Loveparade-Unglück soll am Mittwoch ein früherer Angeklagter in dem Verfahren als Zeuge aussagen. Nach Angaben des Duisburger Landgerichts handelt es sich um den damaligen Stadtentwicklungsdezernenten. Das dem Dezernat zugeordnete Amt für Baurecht und Bauberatung in Duisburg soll laut Anklage in die Planungen der Loveparade 2010 involviert gewesen sein.

Im Februar war das Verfahren gegen sieben Angeklagte wegen geringer Schuld ohne Auflagen eingestellt worden. Die damaligen Stadtmitarbeiter sollen nun nach und nach als Zeugen aussagen, sagte eine Sprecherin des Landgerichts.

Bei dem Techno-Festival waren im Juli 2010 in Duisburg in einem Gedränge 21 junge Menschen zu Tode gedrückt und mehr als 650 verletzt worden. Die Hauptverhandlung hatte im Dezember 2017 begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft den drei verbliebenen Angeklagten Planungsfehler vor. Außerdem sollen sie am Unglückstag gravierende Abweichungen von der Planung, etwa im Bereich der Vereinzelungsanlagen, vorgenommen haben.

Landgericht Duisburg zum Loveparade-Verfahren

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