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Nordrhein-Westfalen FFP2 wird ab Montag zur neuen Alltagsmaske in NRW

Eine FFP2 Atemschutzmaske liegt auf einem Tisch. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild)

Sie sind sicherer, in der Nutzung aber auch teurer als ein normaler Mund-Nasen-Schutz: Medizinische Masken nach dem Standard FFP2. Viele Menschen in NRW werden sich jetzt damit eindecken müssen, denn für sie wird das Modell zum Alltagsbegleiter.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Sie sehen ein bisschen aus wie Kaffeefilter: Masken nach FFP2 oder KN95-Standard. Bisher nur freiwillig, werden sie in NRW ab Montag Pflicht in Bussen und Bahnen, Supermärkten, Arztpraxen und Gottesdiensten. Der bisherige Name Alltagsmaske für einen Mund-Nasen-Schutz aus Stoff wird dadurch irreführend. Denn tatsächlich wird für viele die medizinische Maske zum Alltag.

In der neuen Coronaschutz-Verordnung des Landes, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde, wird den Spezialmasken ein langer Passus gewidmet. Unter anderen heißt es dort auch: "Soweit Kinder unter 14 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske zu tragen". Kinder bis zum Grundschulalter sind weiter von der Maskenpflicht ausgenommen.

Wo man keine OP- oder FFP2-Maske tragen muss, gelten weitgehend die bisherigen Regeln für "normale" Masken. Die muss man zum Beispiel weiter auf Spielplätzen benutzen oder auf dem Supermarkt-Parkplatz. Galten bislang Stoffmasken als ausreichend, um das Corona-Virus zu bremsen, hat die Politik nun Angst vor den extrem ansteckenden Mutationen. Gegen sie sollen die OP-Masken oder FFP2-Masken schützen, die besonders dicht sind. Was man allerdings auch beim Atmen merkt.

"Personen, die eine Verpflichtung zum Tragen einer Maske nicht beachten, sind von der Nutzung der betroffenen Angebote, Einrichtungen und Dienstleistungen durch die für das Angebot, die Einrichtung oder Dienstleistung verantwortlichen Personen auszuschließen", heißt es in der aktuellen Verordnung. Was die Bußgelder angeht, gilt vorerst weiter der alte Katalog: Demnach muss man zum Beispiel bei einem Maskenverstoß in Bus oder Bahn 150 Euro zahlen.

© dpa-infocom, dpa:210121-99-122611/6

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