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Nordrhein-Westfalen Fahrer flüchtet in falscher Richtung und auf drei Reifen

Blaulicht an einem Polizeiauto. Foto: Patrick Pleul/dpa/Archivbild

(Foto: Patrick Pleul/dpa/Archivbild)

Köln (dpa/lnw) - Ein 52-Jähriger hat nach einem Unfall auf der Autobahn bei Euskirchen seinen Wagen vor den Augen der Polizei gewendet und ist in falscher Fahrtrichtung geflüchtet. Er kam auf der A1 rund 50 Kilometer weit, bevor er in Köln aufgab - die ganze Zeit fuhr er dabei nur auf drei Reifen, wie die Polizei am Sonntag in Köln mitteilte. Der WDR berichtete zuvor über den Fall.

Am Sonntagmorgen war zunächst ein 29-Jähriger betrunken auf der Autobahn unterwegs und krachte mit seinem Wagen in die Mittelleitplanke. Die Polizei sperrte den Unfallort ab. Der 52-Jährige durchbrach aber die Sperrung mit seinem Auto. Auf den Hinweis der Polizei, dass er nicht weiter durchkomme, wendete der Mann sein Auto und raste in falscher Fahrtrichtung davon. Bei dem Wendemanöver beschädigte er einen Privatwagen und ein Feuerwehrauto.

Die Polizei nahm die Verfolgung auf, auch ein Polizeihubschrauber kreiste dem Sprecher zufolge über dem Geisterfahrer. Der ließ sein Auto am Rande Kölns schließlich stehen und wurde von den Einsatzkräften gestellt. An seinem Wagen fehlte vorne rechts ein Reifen, der Mann war dort nur auf der Felge gefahren. Er stand unter Einfluss von Medikamenten, wie ein Schnelltest ergab. Um was es sich handelte, war zunächst unklar. Der Fahrer wird sich unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten müssen.

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