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Nordrhein-Westfalen Frau ersticht Freund im Streit: Neun Jahre Haft

Vor einem Landgericht hält eine Statue der Justitia eine Waagschale.

(Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild)

Bochum (dpa/lnw) - Nach einem tödlichen Beziehungsstreit in Recklinghausen hat das Bochumer Schwurgericht eine 26-jährige Frau aus Kamen zu neun Jahren Haft verurteilt. Die Angeklagte hatte im Prozess zugegeben, ihrem Freund am 1. Januar 2022 ein Messer in die Brust gestoßen und ihm damit tödliche Verletzungen zugefügt zu haben. "Es tut mir wahnsinnig leid. Ich bitte um die Gnade Gottes", sagte die Polin am Mittwoch.

Zu den Hintergründen der Bluttat machte die Angeklagte dagegen keine genauen Angaben. Die Richter gehen davon aus, dass es zu einem Streit kam, in dessen Verlauf der 49 Jahre alte Mann die Frau aus seiner Wohnung werfen wollte. Das habe sie nicht hinnehmen wollen und deshalb aus Verärgerung zugestochen.

Die Angeklagte hatte nach der Messerattacke selbst den Notruf abgesetzt. In ihrer ersten Befragung durch die Polizei hatte sie den Verdacht auf einen Unbekannten gelenkt, der urplötzlich in die Wohnung gestürmt sei und ihren Freund erstochen habe. Für ein solches Szenario sahen die Richter jedoch "überhaupt keinen Anhaltspunkt".

Quelle: dpa

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