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Nordrhein-Westfalen Gastronomie schließt: Nur leise Hoffnung für Tafeln

Ein Karton mit Lebensmitteln steht in den Räumen der Aachener Tafel. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

(Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild)

Dortmund (dpa/lnw) - Die Schließung von Restaurants und Bars ab Montag lässt einzelne Tafeln verhalten auf zusätzliche Spenden aus der Gastronomie hoffen.

Beim Lockdown im Frühjahr hätten die Tafeln in Köln und im benachbarten Hürth Spenden bei einigen Restaurants abholen können, sagte ein Sprecher der Tafel in Hürth am Freitag. Ob das auch diesmal so komme, sei aber noch ungewiss, da Restaurants diesmal von Anfang an Speisen zum Abholen zubereiten dürften.

In Essen hieß es, bisher habe man zwar noch keine Signale aus der Gastronomie für einen Spendensegen. Im Frühjahr habe es aber auch zwei bis drei Wochen gedauert. Da sich die erneute coronabedingte Schließung von Restaurants diesmal abgezeichnet habe, seien dort womöglich Waren etwas zurückhaltend eingekauft worden, meinte ein Tafel-Sprecher in Essen.

Laut Landesverband ist die Gastronomie kein allzu wichtiger Spender für die 174 Tafeln in NRW. Hauptsächlich kämen die Lebensmittel-Abgaben aus dem Einzel- und Großhandel, erläuterte der Vorsitzende Wolfgang Weilerswist. Aber: "Sollten entsprechende Signale aus der Gastronomie kommen, stehen wir natürlich bereit." Landesweit versorgten die Tafeln 350 000 bis 400 000 Menschen. Die allgemeine Spendenbereitschaft in der Pandemie sei gut.

In Aachen bilanzierte ein Sprecher: "Wir haben keine Rückgänge der Lebensmittelspenden festgestellt." Im Einzel- und Großhandel seien in den vergangenen Monaten "in gleichbleibender Menge" übriggebliebene verpackte Waren an die Tafel gegeben worden. Eine gute und feste Kooperation pflege man zudem etwa mit Aachener Klöstern und anderen kirchlichen Einrichtungen mit Speiseküchen.

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