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Nordrhein-Westfalen Gute Vorsätze 2020: Umweltschutz vor Stressabbau

Eine Familie schaut sich einen Sonnenuntergang an. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Am Umwelt- und Klimaschutz kommen die Bürger auch bei ihren guten Vorsätze für 2020 nicht vorbei. Mit der Umsetzung der hehren Ziele klappt es allerdings oft nicht so lange - bei den Nordrhein-Westfalen einer Befragung zufolge allerdings besser als bei den Bayern.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Klima- und Umweltschutz spielt einer Umfrage zufolge inzwischen auch bei den guten Vorsätzen der NRW-Bürger für das neue Jahr eine Hauptrolle. In einer repräsentativen Erhebung für die Krankenkasse DAK-Gesundheit setzten 64 Prozent von 1003 Befragten umwelt- und klimafreundliches Verhalten auf Platz 1 ihrer Vorsätze.

Wie die DAK am Mittwoch berichtete, hatte sie erstmals konkret nach diesem Thema gefragt. Auf Anhieb habe der Umweltschutz die Spitzen-Vorsätze aus dem Vorjahr auf die Plätze 2 und 3 verwiesen: "Stress vermeiden oder abbauen" sowie "mehr Zeit für Familie und Freunde" mit jeweils 60 Prozent der Nennungen.

Bei den 14- bis 29-Jährigen stehen umwelt- und klimafreundliches Verhalten sogar bei 70 Prozent der Befragten am höchsten im Kurs - bei den Senioren ab 60 Jahre sind es noch 57 Prozent. Da ein gesunder Lebensstil letztlich nur in einer gesunden Umwelt möglich sei, sei die "Hitliste der guten Vorsätze" nicht überraschend, kommentierte der Leiter der DAK NRW, Klaus Overdiek, die Ergebnisse.

Auf den Plätzen 4 bis 12 des Rankings liegen die klassischen Vorsätze (in Prozent): mehr Sport und Bewegung (56), gesündere Ernährung (52), mehr Zeit für sich selbst (48), Abnehmen (33), sparsamer sein (31), weniger Handy, Computer und Internet (27), weniger fernsehen (17), weniger Alkohol (16) und Rauchen aufgeben (12). "Offline-Zeiten bei Handy und Computer sowie gesündere Ernährung werden seit 2014 stetig beliebter", teilte die DAK mit.

In diesem Jahr gelang es rund 60 Prozent der Befragten in NRW, ihre guten Vorsätze vier Monate und länger durchzuhalten. "In Bayern (54 Prozent) und Baden-Württemberg (56 Prozent) waren die Bürger weniger standhaft", stellte die DAK fest. Am konsequentesten waren ihren eigenen Angaben zufolge die Saarländer, Hessen sowie die Befragten aus Rheinland-Pfalz mit einer Spitzen-Quote von 69 Prozent.

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