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Nordrhein-Westfalen Handel mit gestohlenen Fahrzeugpapieren: Prozess gestartet

Eine Ausgabe der Strafprozessordnung liegt in einem Gerichtssaal.

(Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild)

Düsseldorf (dpa/lnw) - Vier Jahre nach dem Diebstahl tausender Blanko-Fahrzeugdokumente aus der Düsseldorfer Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle hat am Donnerstag der Prozess gegen einen Angeklagten begonnen. Der 64-Jährige ist wegen gewerbsmäßiger Hehlerei, Urkundenfälschung und Bestechung angeklagt.

Zum Prozessauftakt vor dem Düsseldorfer Landgericht gestand er, in zwei Fällen mit gefälschten Dokumenten Ausfuhrkennzeichen für gestohlene Autos besorgt zu haben. Zudem habe er eine Mitarbeiterin der Zulassungsstelle in Bergisch Gladbach sowie einen TÜV-Prüfer bestochen. Mit dem Diebstahl der Papiere habe er aber nichts zu tun und auch nichts davon gewusst.

Laut Anklage soll der Mann unter anderem im April 2019 ein Paket mit knapp 20 der zuvor in Düsseldorf gestohlenen Blanko-Fahrzeugpapiere sowie mehrere amtlichen Klebesiegel per Paketdienst nach Italien verschickt haben. Der Zoll stellte das Paket jedoch sicher.

Der Angeklagte war im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen eine internationale Autoschieber- und Falschgeldbande mit Mafia-Verbindungen aufgeflogen. Deren zwei Deutschlandchefs sind im Juli vom Düsseldorfer Landgericht zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Für den Prozess sind fünf weitere Verhandlungstage bis Ende Oktober angesetzt.

Quelle: dpa

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