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Nordrhein-Westfalen Hat ein Kämmerei-Mitarbeiter 600 000 Euro veruntreut?

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archivbild

(Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa)

Aachen (dpa/lnw) - Ein früherer Kämmerei-Mitarbeiter steht wegen Veruntreuung von Gemeinde-Geldern in sechsstelliger Höhe vor Gericht. Der 40-Jährige soll mit gefälschten Rechnungen 600 000 Euro aus Mitteln der Eifelgemeinde Hürtgenwald für seine Zwecke verwendet haben, unter anderem für den Erwerb eines neuen Fernsehers oder eines Motorrades, wie es laut Gericht in der Anklage heißt. Vorgeworfen werden dem Angeklagten vor allem gewerbliche Untreue und Urkundenfälschung, insgesamt sind 625 Fälle angeklagt, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag zum Prozessauftakt mit.

Der Mann soll demnach die Dinge im Namen der Gemeinde bestellt, aber seine private Adresse angegeben haben. Die Rechnungen habe er dann so verändert, dass die Gemeinde dann nicht gelieferte Dinge wie Mülleimer, Spielgeräte oder Parkbänke beglich.

In anderen Fällen habe er sich mit fiktiven Abrechnungen für nicht erbrachte Leistungen Bargeld verschafft. Das Geld sei direkt auf sein Konto oder auch auf andere Konten geflossen. Der Mann hat nach Gerichtsangaben vor dem Prozess weitgehend gestanden.

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