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Nordrhein-Westfalen Heinen-Esser: Tichys Rückzug "war zwingend erforderlich"

Ursula Heinen-Esser (CDU), Landwirtschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

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Düsseldorf/Bonn (dpa/lnw) - NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) hat als Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung den angekündigten Rückzug des Vorsitzenden Roland Tichy als "zwingend erforderlich" bewertet. "Sexistisch-frauenfeindliche Artikel sind mit den Grundsätzen und Zielen der Stiftung definitiv nicht vereinbar", sagte Heinen-Esser am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Stiftung hatte zuvor mitgeteilt, dass der Vorstand inklusive dem Journalisten Tichy sich im Oktober nicht zur Wiederwahl stellen werde. Grund ist ganz offensichtlich eine Debatte um als sexistisch empfundene Äußerungen über die SPD-Politikerin Sawsan Chebli in der Monatszeitschrift "Tichys Einblick".

Zunächst hatte die Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär (CSU), ihre Mitgliedschaft in der Stiftung aus Protest gegen Tichy gekündigt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sowie der Vorsitzende der Mittelstandsunion Carsten Linnemann hatten am Donnerstag angekündigt, mit sofortiger Wirkung ihre Mitgliedschaft in der Ludwig-Erhard-Stiftung ruhen zu lassen.

Heinen-Esser war bis 2018 Vize-Vorsitzende und ist heute das einzige Mitglied der nordrhein-westfälischen Landesregierung in der Ludwig-Erhard-Stiftung. Die von Altbundeskanzler Erhard 1967 gegründete Stiftung hat nach eigenen Angaben die Aufgabe, "freiheitliche Grundsätze in Politik und Wirtschaft zu fördern und die Soziale Marktwirtschaft in seinem Sinne zu stärken."

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