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Nordrhein-Westfalen Hochexplosive Chemikalie bei Wohnungsräumung entdeckt

Ein Polizeiwagen sperrt eine Straße ab, in der in einer Wohnung hochexplosive Chemikalien entdeckt worden sind. Foto: Caroline Seidel/dpa

(Foto: Caroline Seidel/dpa)

Gelsenkirchen (dpa/lnw) - Der zufällige Fund von hochexplosiver, getrockneter Pikrinsäure in einer Wohnung hat am Freitag in Gelsenkirchen für einen aufwendigen Einsatz von Feuerwehr und Sprengstoffexperten gesorgt. Angehörige des verstorbenen Wohnungsinhabers hatten am Mittag beim Ausräumen der Wohnung Glasbehälter mit der Aufschrift "Pik.S." entdeckt und Alarm geschlagen. Sprengstoffexperten der Bundespolizei stellten fest, dass es sich tatsächlich um Pikrinsäure handelt, insgesamt etwa 100 Gramm, aufbewahrt in zwei Glasflaschen. Aus Sicherheitsgründen wurden drei Mehrfamilienhäuser geräumt.

Erst am Abend konnten die beiden Flaschen aus der Wohnung geholt werden. In einem Spezialfahrzeug wurden sie weggefahren. Sie sollten noch am Abend auf einem Feld in der Nähe kontrolliert gesprengt werden, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.

In der Wohnung wurden noch weitere Gefäße mit zunächst unbekannten Chemikalien entdeckt. Spezialisten der Feuerwehr Dortmund stellten schließlich fest, dass sie ungefährlich sind. Warum sich die Substanzen in der Wohnung befanden, war zunächst unklar.

Bei Pikrinsäure reicht nach Angaben des Sprechers bereits "die kleinste Erschütterung", um eine Explosion auszulösen.

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