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Nordrhein-Westfalen Impfstart für Erzieher, Lehrer und Polizisten am 8. März

Eine Frau bekommt in ihren Oberarm eine Corona-Schutzimpfung. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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Die Corona-Impfungen in NRW gehen voran. Demnächst sollen auch Lehrer und Kita-Personal sowie die ersten Polizisten eine Spritze bekommen können. Die Landesregierung nannte am Montag den Impfstarttermin.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Corona-Impfaktion für Kita-Erzieher, Lehrer und Polizisten soll in Nordrhein-Westfalen am 8. März beginnen. Familienminister Joachim Stamp (FDP) nannte diesen Termin am Montag in Düsseldorf für das Personal in Kitas und Schulen und sprach dabei von einem "Befreiungsschlag" für die Beschäftigten und Familien. Nach dpa-Informationen geht es dabei um landesweit 168 000 Kita-Erzieher sowie um 89 000 Lehrer an den Grund-, Förder- und Sonderschulen.

Der Impfstart für Polizisten ist nach den Plänen der Landesregierung in NRW ebenfalls für den 8. März vorgesehen. Das geht aus einem Impferlass des Gesundheitsministeriums an die Kommunen von Montag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Nach Informationen der dpa geht es um 36 000 Polizisten mit direktem Personenkontakt.

Für die Corona-Impfungen von Beschäftigten in Kindertagesstätten, Grundschulen, Förderschulen und in der Kindertagespflege erhalten die Kreise und kreisfreien Städten für die 10. Kalenderwoche insgesamt 110 000 Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs. Weitere 80 000 Impfdosen von Astrazeneca sind demnach in der 11. und weitere 90 000 Impfdosen in der 12. Kalenderwoche für diesen Personenkreis vorgesehen. Alle Impfungen sollen sowohl in den Impfstellen der Impfzentren als auch über mobile Teams in den Einrichtungen selbst verabreicht werden.

Anspruchsberechtigt sind laut dem Erlass neben Lehrkräften sowie Erzieherinnen und Erziehern und Kindertagespflegepersonen auch weitere Beschäftigte, die regelmäßig in den Einrichtungen tätig sind. Dazu zählten auch Integrationshelfer, Sozialarbeiter und das Personal an den Grundschulen, dass die Kinder am Nachmittag betreut (OGS).

Im Bereich Polizei geht es um ein Impfangebot an die Einsatzkräfte, die einem hohen Infektionsrisiko durch regelmäßigen Bürgerkontakt ausgesetzt sind. Priorität hätten Einsatzhundertschaften. Die Impfung könne über die Impfzentren, mobile Teams oder die medizinischen Strukturen der Polizeibehörden organisiert werden. Für die Impfungen ist auch in diesem Bereich der Impfstoff von Astrazeneca vorgesehen.

Die Impfkapazitäten sollen wegen zu erwartender steigender Impfstoffmengen ausgebaut werden. "Die bisherige Vorgabe zur Vorhaltung von Kapazitäten zur Durchführung von 7000 Impfungen im Monat pro 70 000 Einwohner wird dahingehend angepasst, dass ab dem 1. April 8000 Impfungen im Monat pro 70 000 Einwohner ermöglicht werden müssen", heißt es in dem Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums weiter.

Die Zweitimpfung mit Astrazeneca soll in Nordrhein-Westfalen nun nach zwölf Wochen erfolgen. Bereits vereinbarte Termine für die Zweitimpfung nach neun Wochen könnten aber beibehalten werden. Außerdem sollen Impfdosen, die für das Krankenhauspersonal zugewiesen wurden, auch für andere Berufsgruppen genutzt werden.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich vor einer Woche darauf geeinigt, Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen und Kita-Erzieher in der Impfreihenfolge von der dritten in die zweite Gruppe hochzustufen. Zur Gruppe zwei zählen außerdem viele chronisch Kranke und Menschen über 70 sowie auch Polizisten.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte angekündigt, dass der Impfstart für die Lehrkräfte und das Kita-Personal in der ersten Märzhälfte beginnen soll. Er wollte sich am Montagnachmittag zum weiteren Vorgehen bei den Impfungen gegen Corona äußern.

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