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Nordrhein-Westfalen Kabinett tagt vor Bund-Länder-Gesprächen zu Corona-Maßnahmen

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Corona-Infektionen verbreiten sich oft bei Feiern - die Folgen sind nicht abzusehen. Die Stadt Hamm kämpft seit einer Großhochzeit mit einer Corona-Welle. Die NRW-Regierung will strengere Auflagen.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Vor den Bund-Länder-Gesprächen zum Vorgehen in der Corona-Pandemie kommt heute das nordrhein-westfälisch Landeskabinett zusammen. Thema dürfte die Aktualisierung der Corona-Schutzverordnung für NRW sein, die zum Donnerstag (1. Oktober) ausläuft. Nach dem Corona-Ausbruch in Hamm infolge einer Großhochzeit dürfte es unter anderem um schärfere Auflagen für private Feiern gehen.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bereits angekündigt, die Vorgaben für private Partys in angemieteten Räumen zu verschärfen. Für Feiern zuhause soll es aber weiterhin keine Beschränkungen geben. Private Feiern mit mehr als 50 Personen in angemieteten Räumen sollten dagegen künftig beim Gesundheitsamt zwei Wochen vorher mit kompletter Gästeliste angemeldet werden, hatte Laumann der Zeitung "Die Welt" gesagt.

Heute will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Videoschaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten über geeignete Maßnahmen gegen die steigenden Infektionszahlen in der Pandemie beraten. Priorität hätten dabei Schulen, Kindertagesstätten und die Wirtschaft, sagte sie. Demnach soll in der Runde auch über Maßnahmen etwa bei großen Familienfeiern debattiert werden.

Das NRW-Kabinett tagt wegen Bauarbeiten nicht im Landeshaus, sondern diesmal in der Deutschen Oper am Rhein. Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Opernhaus diente nach seinem Wiederaufbau am 2. Oktober 1946 als Tagungsort der ersten Sitzung des NRW-Landtags.

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