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Nordrhein-Westfalen "Knast-Bienen" sollen Häftlingen und der Umwelt helfen

Gläser mit Bienenhonig aus der JVA Remscheid steht auf einem Tisch. Foto: Federico Gambarini/Archivbild

(Foto: Federico Gambarini/dpa)

Düsseldorf/Remscheid (dpa/lnw) - Rund drei Millionen "Knast-Bienen" werden in nordrhein-westfälischen Justizvollzugsanstalten (JVA) von Häftlingen betreut. An dem 2016 in der JVA Remscheid gestarteten Programm beteiligen sich inzwischen drei weitere Anstalten: Schwerte, Castrop-Rauxel und Gelsenkirchen.

"Die Haltung von Bienen durch Justizvollzugsanstalten ist eine kreative Idee, die zum Nachmachen einlädt", sagte NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. "Mit der Pflege der Bienen übernehmen unsere Gefangenen Verantwortung für andere Lebewesen und entwickeln Umweltbewusstsein." Gleichzeitig wirkten sie dem Insektensterben entgegen und erhielten durch ihre Arbeit Erfolgserlebnisse, die anspornten.

Bislang werden durch die NRW-Anstalten 68 Bienenvölker mit einer Jahrespopulation zwischen drei und vier Millionen Tieren betreut. Die Anstalten unterhalten eigene Bienen-Gärten, kooperieren mit örtlichen Obstbauern und helfen mit Wildbienen bei der Renaturierung der Emscher. Zudem werden Bienenhäuser gebaut und Honig verkauft.

"Die Schonung der Umwelt und die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen ist ein zentrales Thema unserer Zeit und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der auch der Justizvollzug mitwirken kann", erklärte der Minister.

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