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Nordrhein-Westfalen Kraftwerks-Schornstein in Lünen wird gesprengt

Das Steag-Kraftwerk wird auf seine Sprengung vorbereitet. Foto: Bernd Thissen/dpa

(Foto: Bernd Thissen/dpa)

420 Kilo Sprengstoff wird es brauchen, um einen riesigen Schornstein, einen Kühlturm und ein Kesselhaus zu Fall zu bringen. Mit dem einstigen Steag-Kraftwerk in Lünen wird am Sonntag ein Stück Steinkohlegeschichte dem Erdboden gleichgemacht.

Lünen (dpa/lnw) - Mit insgesamt 420 Kilogramm Sprengstoff wird heute das ehemalige Steag-Kohlekraftwerk in Lünen zu Fall gebracht. Zuerst wird der 250 Meter hohe Schornstein gesprengt. Etwa eine Stunde später sollen dann das Kesselhaus und der wuchtige Kühlturm folgen. Wegen der Corona-Pandemie haben die Stadt Lünen und die zuständige Firma für die Sprengung dazu aufgerufen, das Spektakel vom Bildschirm aus zu verfolgen, weil Menschenansammlungen zu vermeiden seien.

Der Standort in Lünen war bis zur Stilllegung 2018 das älteste Kraftwerk des Energieerzeugers Steag GmbH und hat früher unter anderem Bahnstrom produziert. Die Unternehmensgruppe Hagedorn hatte das 37 Hektar große Kraftwerksareal Ende 2019 erworben und will es nun für die Ansiedlung neuer Unternehmen aufarbeiten. Auch mit dem Verschwinden der alten Landmarken bleibt Lünen Kraftwerksstandort: Der Stadtwerkeverbund Trianel aus Aachen betreibt dort seit 2013 ein Kraftwerk mit einer Leistung von 750 Megawatt.

© dpa-infocom, dpa:210327-99-996035/2

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