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Nordrhein-Westfalen Krankenschwester wegen Maskenpausen-Wunsch versetzt: Prozess

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: picture alliance / Peter Steffen/dpa/Symbolbild

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Herne (dpa/lnw) - Der Streit um die Versetzung einer Intensiv-Krankenschwester, die regelmäßige Maskenpausen verlangt hatte, kommt am Donnerstag (10.15) in einer regulären Verhandlung vor Gericht. Das Arbeitsgericht Herne befasst sich damit. Zuvor war dort eine Güteverhandlung Ende Februar gescheitert. Die Frau will ihre Versetzung von der Intensiv- auf eine Krebsstation rückgängig machen. Sie möchte ihre alte Arbeit zurück. Der Arbeitgeber verweist auf sein Direktionsrecht, Mitarbeiter nach den betrieblichen Erfordernissen einzusetzen (Az.: 4 Ca 2437/20).

Die Klägerin hatte nach jeweils 75 Minuten unter einer FFP2-Maske 30 Minuten Maskenpause verlangt. In der Zeit wollte sie andere Arbeiten erledigen, die keine Maske erfordern. Die Recklinghäuser Klinik der Frau hatte erklärt, dass Maskenpausen alle 75 Minuten auf Intensivstationen nicht machbar seien. In der Güteverhandlung hatte der Richter dann als Kompromiss die Rücknahme der Versetzung und Pausen alle 120 Minuten vorgeschlagen. Auch das hatte die Klinik aber abgelehnt.

Die Klägerin spricht von einer Zwangsversetzung. Die Klinik betont, der Frau sei ein anspruchsvoller anderer Job gegeben worden. Ohne das Direktionsrecht des Arbeitgebers könne man kein großes Krankenhaus führen.

© dpa-infocom, dpa:210505-99-481375/2

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