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Nordrhein-Westfalen "Kreator"-Sänger mag fehlende Ellenbogen-Mentalität

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Essen (dpa/lnw) - Miland "Mille" Petrozza (54), Sänger der Heavy Metal-Band "Kreator", mag den Zusammenhalt im Ruhrgebiet: "Vielen Menschen im Ruhrgebiet fehlt der Ellenbogen-Gedanke, und ich schätze dieses Miteinander sehr", so der gebürtige Essener.

Auch heute noch fühlt er sich der Gegend verbunden, obwohl er mittlerweile einen Zweitwohnsitz in Berlin hat. "Das liegt vor allem an der Mentalität der Menschen im Revier, an dieser Kumpel-Art, die immer noch da ist und mich sehr geprägt hat. Diese Kollegialität hat uns besonders am Anfang geholfen." Ging es zum Beispiel auf Tour, fuhren die Freunde der Musiker einfach mit und fungierten als Roadies.

"Hate Über Alles" heißt das 15. Studioalbum der Band, das vor kurzem erschienen ist. Darin nimmt sich Petrozza unter anderem den allgegenwärtigen Hass in den Sozialen Medien vor: "Ich habe das Gefühl, dass es bei der Kommunikation mittlerweile zwei verschiedene Realitäten gibt: die der wahren und die der digitalen Welt. Problematisch ist, dass sich die Art der Kommunikation verändert. Viele Dinge werden viel zu ernst genommen."

Den Sommer über sind "Kreator" weltweit für Festivals gebucht, darunter das "Ruhrpott Rodeo" am 1. Juli in Hünxe. Ab November soll es auf Europatour gehen. "Ich hab' voll Bock", so Petrozza "Die Pandemie hat einem vor Augen geführt, wie fragil das Leben ist und wie dankbar man dafür sein sollte."

Quelle: dpa

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