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Nordrhein-Westfalen Mann auf Gleise geschubst: Richter erteilen Bewährungsstrafe

Gleise sind vor einem Hauptbahnhof zu sehen. Foto: Hendrik Schmidt/zb/dpa/Archivbild

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Ein Mann wird am Essener Hauptbahnhof ohne Grund auf die Gleise geschubst. Der Täter ist psychisch auffällig. Ins Gefängnis muss er nicht.

Essen (dpa/lnw) - Nach einem gefährlichen Gleisschubser am Essener Hauptbahnhof ist ein 26-jähriger Mann aus Essen am Donnerstag zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Angeklagte hatte einen wartenden Fahrgast im Juni 2018 im Vorbeigehen plötzlich und völlig unvermittelt auf die Gleise gestoßen. Weil zu diesem Zeitpunkt keine Bahn kam, war der 66-Jährige unverletzt geblieben und hatte mit Hilfe anderer Fahrgäste wieder auf den Bahnsteig klettern können. Nach dem Schubser hatte der Täter mehreren Personen gedroht, sie abzustechen, falls sie ihn aufhalten sollten.

Die Richter am Essener Landgericht hielten eine Bewährungsstrafe für ausreichend. Der 26-Jährige muss sich allerdings stationär in psychiatrische Behandlung begeben. Das Urteil lautet auf versuchte Körperverletzung und Nötigung.

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