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Nordrhein-Westfalen Missbrauch und Freiheitsberaubung: "Prophet" vor Gericht

Eine Statue der Justitia hält die Waage. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild

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Kleve/Goch (dpa/lnw) - Wegen verschiedener Vorwürfe steht in der kommenden Woche ein niederländischer Sektenführer und selbsternannter "Prophet" von Goch vor dem Landgericht Kleve. Er sei unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen, Körperverletzung sowie Freiheitsberaubung angeklagt, sagte eine Sprecherin des Landgerichts am Montag. Der Prozess soll am 18. Juni beginnen und ist zunächst auf zehn weitere Tage terminiert.

Die "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" hatte zuvor berichtet. Unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft schreibt die Zeitung weiter, dass der Angeklagte eine junge Frau, die als Zehnjährige zu der Gemeinschaft gezogen war, als Jugendliche wiederholt sexuell missbraucht haben soll. Als sie die Sekte verlassen wollte, soll er sie zwei Monate eingesperrt haben, bis sie von der Polizei befreit wurde.

Der Angeklagte war bei einem Großeinsatz in Goch am Niederrhein Mitte Oktober festgenommen worden. Bei einer Razzia auf dem Gelände eines ehemaligen Klosters war die Polizei auf die mutmaßliche Sekte gestoßen. Eine 25-Jährige wurde befreit, die dort gegen ihren Willen festgehalten worden sein soll. Der Niederländer, der sich selbst als "Prophet" bezeichnen soll, war festgenommen worden. Wenig später wurde gegen den damals 58-Jährigen Haftbefehl wegen schweren sexuellen Missbrauchs erlassen.

© dpa-infocom, dpa:210607-99-899046/2

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