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Nordrhein-Westfalen Mordversuch mit Steinplatte: Haftstrafe für Erpresser bleibt

Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

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Paderborn (dpa/lnw) - Für einen 22-Jährigen, der wegen versuchten Mordes zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden war, bleibt es bei dem Strafmaß. Das Landgericht Paderborn verurteilte den Mann am Freitag zu einer unveränderten Haftstrafe von achteinhalb Jahren wegen Mordversuchs und besonders schwerer räuberischer Erpressung. Der Bundesgerichtshof hatte das Strafmaß vom Dezember 2020 in einem Revisionsverfahren aufgehoben. Die Paderborner Richter hätten nicht strafmildernd berücksichtigt, dass eine Schadenersatzzahlung des Angeklagten und eine Entschuldigung beim Opfer erfolgt seien.

Der Mann hatte im Frühjahr 2020 mehrfach schwere Steine von Brücken auf Straßen geworfen hatte, um vom Stuttgarter Autobauer Daimler 250.000 Euro zu erpressen. Bei der ersten Tat auf der A44 bei Erwitte ließ er sogar eine 14 Kilogramm schwere Betonplatte auf einen Mercedes Sprinter fallen, die die Windschutzscheibe auf der Beifahrerseite durchschlug. Die 25 Jahre alte Fahrerin, die allein im Auto saß, blieb unverletzt.

Bei der Neuverhandlung betonte das Landgericht nun, weder die gezahlten 5000 Euro noch die Worte des Angeklagten seien "geeignet, das Unrecht der Tat auszugleichen". Das Opfer sei nach wie vor traumatisiert.

© dpa-infocom, dpa:211105-99-881853/2

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