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Nordrhein-Westfalen Mutter wegen versuchter Baby-Tötung vor Gericht

Justizmitarbeiter stehen im Landgericht in Hagen vor der Tür des Verhandlungssaals. Foto: Bernd Thissen/dpa

(Foto: Bernd Thissen/dpa)

Ein neugeborenes Baby wird stark unterkühlt in einem Müllsack gefunden. Jetzt steht die Mutter in Hagen vor Gericht. Sie soll schon während der Schwangerschaft recherchiert haben, wie man ein Kind im Bauch tötet.

Hagen (dpa/lnw) - Vor dem Hagener Landgericht beginnt am Freitag (9 Uhr) der Prozess um den Fund eines neugeborenen Babys in einer Mülltüte. Angeklagt ist die Mutter des Kindes. Sie soll ihr Baby im Juni 2019 heimlich zur Welt gebracht und anschließend vor dem Haus in einen Müllsack gelegt haben. Dort war der Säugling später stark unterkühlt gefunden worden. Es soll Lebensgefahr bestanden haben. Laut Anklage hatte die 31-jährige Frau aus dem sauerländischen Kierspe bereits während der Schwangerschaft im Internet recherchiert, wie man ein Kind im Bauch töten könne. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag.

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