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Nordrhein-Westfalen NRW prüft strengere CO2-Einsparziele

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Düsseldorf (dpa/lnw)- Nordrhein-Westfalen hat seine selbst gesetzten C02-Einsparziele zum Klimaschutz vorzeitig erreicht und prüft nun strengere Vorgaben. "Wir stellen Überlegungen an, uns mit der Industrie und allen anderen Sektoren darauf zu verständigen, das CO2-Minderungsziel der Bundesregierung von minus 55 Prozent bis 2030 direkt für Nordrhein-Westfalen zu übernehmen." Das sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) der "Welt am Sonntag".

Ein Sprecher des Ministeriums sagte auf dpa-Anfrage, NRW habe die bis Ende 2020 angestrebte Senkung um 25 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 bereits 2017 erreicht. Und 2018 habe man das Ziel mit einer Senkung von 28 Prozent sogar übertroffen. Die Bundesländer setzten sich jeweils eigene Minderungsziele und Vorgaben, die Emissionen entwickelten sich regional unterschiedlich. Der Bund müsse die Rahmenbedingungen dafür setzen, dass die Einsparziele in Summe deutschlandweit erreicht werden könnten - etwa mit Förderung von E-Mobilität oder Unterstützung beim Industrie-Umbau.

Die Länder sind dem Sprecher zufolge mit eigenen Programmen und Schwerpunkten parallel aktiv. Das Düsseldorfer Wirtschaftsministerium habe die Mittel für den Klimaschutz von rund 24 Millionen Euro (2017) auf gut 128 Millionen Euro für 2020 erheblich erhöht.

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